Gemeinde Gaimberg in Osttirol

Freiwillige Feuerwehr Gaimberg

 

 

Rege Übungstätigkeiten bei der FF Gaimberg

„Übung macht den Meister", so heißt es schon in einem alten Sprichwort. Neben den monatlichen Gesamtübungen, die dieses Jahr wieder im März begonnen haben, sind auch weitere Gruppen fleißig beim Trainieren. Die Atemschutzmannschaft hielt eine eigene Übung in Lienz ab, bei der es darum ging, mit voller ATS Ausrüstung eine dunkle, verrauchte Hindernisstrecke zu überwinden. Zusätzlich wurde die körperliche Tauglichkeit unter Belastung überprüft.

Die Bewerbsgruppe, bei der auch drei Probefeuerwehrmänner dabei sind, trainiert schon für den Landesfeuerwehrleistungsbewerb in Bronze und Silber. Vorrangig wird hier auf die Genauigkeit und später natürlich auch auf die Schnelligkeit hingearbeitet. Dieses Training ist der Grundstein für einen perfekten Einsatz im Ernstfall. Der kameradschaftliche Zusammenhalt in der Gruppe ist natürlich ein positiver Nebeneffekt.

Parallel zu den verschiedenen Übungen werden die jungen Feuerwehrmänner in der Grundausbildung vor Ort erstmals mit allen Bereichen des Feuerwehrwesens vertraut gemacht. Die erste Ausbildung findet in der Ortsfeuerwehr statt und erstreckt sich über 16 Lehreinheiten in verschiedenen Bereichen. Nach einer Wissensprüfung geht die Ausbildung im Bezirk weiter, wo das Erlernte vertieft wird. Nach diesen zwei Stationen dürfen die jungen Florianijünger zur Landesfeuerwehrschule nach Telfs, wo die Grundausbildung abgeschlossen wird. Schließlich, nach einem intensiven Probejahr und mit positiv abgeschlossener Grundausbildung, werden sie vor versammelter Mannschaft angelobt.

 

66. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gaimberg

Der erste Samstag im Februar ist mittlerweile ein Fixtermin für die Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gaimberg. Kommandant Alois Neumair und sein Ausschuss konnten ein volles Haus begrüßen. Neben zahlreichen Ehrengästen, waren knapp 50 Kameraden der Einladung gefolgt. Seitens des Bezirksfeuerwehrverbandes war Bezirkskommandant-Stv. Heinz Golmayer und Abschnittkommandant Harald Draxl vertreten. Unser Bürgermeister mit einigen Gemeinderäten, sowie die Nachbarkommandanten aus Thurn und Nußdorf-Debant fanden sich ebenfalls zur Versammlung ein.

Der Tätigkeitsbericht, welcher mittels Präsentation vorgetragen wurde, war sehr interessant und aufschlussreich. Bei den Einsätzen waren die Großbrände am Iselsberg (Hotel Wacht)und bei der Fa. Rossbacher in Nußdorf-Debant hervorzuheben. Die Unwetter- und Starkregenvorfälle ließen zweimal die Sirenen in Gaimberg heulen. Neben den Gruppenübungen, die monatlich abgehalten werden, waren die Bewerbsgruppen mit ihrem Ausbildner sehr fleißig. So wurde über 30 mal trainiert, um das Leistungsabzeichen in Bronze und Silber sowie die Leistungsprüfung im Bereich Atemschutz erfolgreich ablegen zu können.

Den Rekordstand von 70 Mitgliedern haben wir wohl der guten Führung des Kommandanten zu verdanken, der es versteht, mit seinem Stellvertreter Norbert Amraser neue Mitglieder zu motivieren, um der Feuerwehr beizutreten. Dieses Jahr haben 4 junge Burschen und 2 Wiedereinsteiger den Weg zur Feuerwehr gefunden. Wir wünschen ihnen viel Freude in unserer Kameradschaft

Die Landesauszeichnung für 25 Jahre Mitgliedschaft konnte Bürgermeister Bernhard Webhofer in Vertretung der Bezirkshauptfrau an Martin Niedertscheider überreichen.

Ein Höhepunkt im vergangenen Jahr war wohl der 2-tägige Ausflug nach Hallstatt und Salzburg, wo alle Mitglieder mit Begleitung eingeladen waren. Für das kommende Jahr wird sicher der Kirchtag, den heuer die Feuerwehr organisieren und veranstalten wird, eine große Herausforderung.

Mit den besten Wünschen für eine harmonische Kameradschaft und wenig Einsätze im Jahr 2017 wurde die Versammlung beendet. Danach ließ man die Veranstaltung bei einem Abendessen im Hotel Haidenhof ausklingen.

 

 

INFORMATIONEN

 

Als zweitjüngste Feuerwehr des Bezirkes Lienz (Glanz ist die jüngste) wurde die Feuerwehr Gaimberg am 18. Februar 1951 gegründet. Vorher hatte der Unterweger Bartl (Glantschnig Bartl) sich um den Brandschutz in der Gemeinde bemüht. Hand-Krukenspritzen wurden in den Häusern griffbereit deponiert. In den Jahren 1939 bis 1948 war die Freiwillige Feuerwehr Thurn der vereinigten Gemeinde Grafendorf (Gaimberg-Thurn) für den Brandschutz zuständig. 36 freiwillige Mitglieder hatte die Feuerwehr zur Gründungszeit. Ihr erster Kommandant war der Haidenhofwirt Stanislaus Wildauer. Ihm folgte Alois Mühlmann (1953 bis 1957), Alt-Bgm. Peter Duregger (1957 bis 1968, er war auch 21 Jahre Bezirksschriftführer), Alt-Bgm. Franz Kollnig (1968 bis 1993, er war auch von 1973 bis 1988 Abschnittskommandant und von 1988 bis 2003 Bezirkskommandant-Stellvertreter). Josef Girstmair war Kommandant von 1993 bis 2003, von 2003 bis 2009 Johann Idl. Seit Februar 2009 hatte Josef Tiefnig jun. das Kommando inne. Sein Stellvertreter war Markus Duregger. Bei der JHV 2013 wurde Alois Neumair zum neuen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Gaimberg gewählt. Als Stellvertreter steht ihm Norbert Amraser zur Seite.

 

Die Feuertaufe erhielt die Feuerwehr 1954 beim Brand des Fredl (Obererlacher) Futterhauses. Die Geräte waren zuerst im Wachtlechner Stadel untergebracht, bis 1956 das erste schmucke Feuerwehrhäuschen in Betrieb genommen werden konnte. Dies war die Unterkunft bis im Jahre 2009 an derselben Stelle das neue zweckmäßige Feuerwehrhaus errichtet bzw. seiner Bestimmung übergeben wurde. Als Fahrzeuge dienten in aufsteigender Reihenfolge ein Pferdewagen, ein per Hand geführter Einachswagen, dann ein Chevrolet aus englischen Kriegsbeständen, ab 1971 ein Opel Blitz, 1994 ein Mercedes und 2005 ein TLFA 1500 Lohr. Alle für eine Dorffeuerwehr notwendigen und zweckmäßigen Gerätschaften sind vorhanden.

 

Die Hochwasserjahre 1965 und 1966, bei denen der freiwillige Helfer Bartl Jeller unter die Mure kam, und 1995 und 1997 zweimal in der Wartschensiedlung waren wohl die schwersten Prüfungen. Als Großbrand ist der Brand des Pichlerhofes im Jahre 1989 zu verzeichnen. Mehrere Entstehungsbrände konnten rechtzeitig erfolgreich bekämpft werden.

 

Für die Ausbildung und die Kameradschaft bewährte sich die Teilnahme an den Bewerben für Leistungsabzeichen und Wettbewerben. Dies bezeugt eine stattliche Anzahl von Trägern von Goldenen und Silbernen Leistungsabzeichen und fast alle sind Träger des Bronzenen Leistungsabzeichens. Bei den Goldenen Leistungsbewerben stellten wir auch den Landessieger. Im Jahr 2009 wurde eine Gruppe unserer Feuerwehr im Sicherheitsbewerb Silber B Landessieger. Seit 2008 sind auch junge Frauen Mitglieder der Feuerwehr.

 

Alt-Bgm. Franz Kollnig

 

 

 

 

 

 

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